Verhüllungskunst oder Baustelle?

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Hier war kein Verhüllungskünstler am Werk, sondern das Künstlerhaus am Schwabinger Bach freut sich nach 45 Jahren über eine umfassende Renovierung.

Es handelt sich um die Revitalisierung einer besonderen Immobilie. Das AtelierMuseum im großen Dachgeschoß bewahrt schließlich – fast wie eine Arche – die Erinnerung an Leben und Werk der Malerin Magda Bittner-Simmet. Und auch Lebensgefühl und Atmosphäre der Münchner Nachriegszeit.

Die Porträtistin der Wirtschaftswunderjahre erbaute sich ihr Schwabinger Künstlerhaus mit repräsentativem Wohnatelier 1972 inspiriert vom Stil des Brutalismus. Wie bei Champagner Brut steht dieser internationale Stil für etwas Herbes, Direktes.

Für heutige Augen wirkt diese Architektursprache oft ungewohnt direkt. Daher droht vielerorts der Abriss der brutalistischen Bauten. Dank der Initiative vom Architekturmuseum Frankfurt „SOS Brutalismus – Rettet die Betonmonster“ wächst allmählich ein neues, wertschätzendes Bewusstsein für diesen Architekturstil. Bis zum 2. April 2018 gibt es hierzu eine aufschlussreiche Ausstellung in Frankfurt.

In Schwabing aber erfolgt noch vor Weihnachten die Enthüllung vom alten-neuen Künstlerhaus am Schwabinger Bach! Auch als architektonisches Denkmal einer außergewöhnlichen Frauengestalt und ihrer Zeit. Hier inszenierte sich Magda Bittner Simmet wie eine Künstlerfürstin am Schwabinger Bach. Ganz in der Tradition der Münchner Malerfürsten ist das Haus in der Schwedenstraße 54 das erste und einzige Künstlerinnenhaus in der Kunststadt München!

Herzlich Willkommen!

Im Neuen Jahr gibt es hier wieder Führungen, Veranstaltungen und den beliebten „Tee bei Magda„. Aktuelle Informationen hierzu finden Sie jeweils auf dieser Homepage. Bei Interesse an individuellen Sonderführungen für kleine Gruppen nehmen Sie gerne Kontakt auf!